Der Erwitter Kalkstein entstand im Zeitalter der Dinosaurier. Heute, über 100 Millionen Jahre später, wird das an Kalkmergelgestein reiche Gebiet für die Herstellung von Zement genutzt. Das Gestein aus dem Zeitalter der Oberkreide ist bereits in einer Tiefe von zirka einem Meter unter der Erdoberfläche zu finden.

Geologische Gutachten im frühen 20. Jahrhundert haben ergeben, dass sich südöstlich der Stadt Erwitte in der Hellweg-Börde an den Ausläufern des Haarstrangs Erd- und Gesteinschichten aus der jüngsten Zone des Turons erstrecken, die als eine der qualitativ hochwertigsten Kalksteinvorkommen Deutschlands eingestuft werden. Die chemische Zusammensetzung aus Kalk, Ton und Quarzsplittern ist für die Zementherstellung ideal geeignet. Die Mengenverhältnisse der Komponenten Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Eisenoxid und Calciumoxid sind hier von Natur aus nahezu ausgewogen vorhanden.