Die Sprengverfahren sind im Laufe der Zeit immer mehr verfeinert worden, um die Gefahren durch den Sprengstoffeinsatz zu reduzieren und um die Erschütterungen zu minimieren. Der Kalkstein wird heutzutage u.a. durch Großbohrlochsprengungen abgebaut.

Nach Begutachtung der zu sprengenden Bruchwände wird die Wand vermessen und das Bohrraster festgelegt. Die bis zu 20 m tiefen Bohrlöcher werden unter Anleitung und Aufsicht eines Sprengberechtigten mit Sprengstoff gefüllt. Der Absperrbereich erfolgt in einem Mindestradius von 300 m im Umkreis der Sprengstelle. Nach Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen erteilt der Sprengberechtigte mit mehreren Signaltönen die Freigabe. Der Sprengsatz wird mit unterschiedlichen, genehmigten Zündern zur Explosion gebracht. Es werden elektrische oder nichtelektrische Zünder verwendet. Durch die Sprengung wird das Gestein leicht angehoben und fällt als grobstückiges Haufwerk in unterschiedlicher Korngröße am Fuß der Wand zusammen.

Bedeutung der Signaltöne:

  • Ein Signalton = „In Deckung!“
  • Zwei Signaltöne = „Es wird gesprengt!“
  • Drei Signaltöne = „Sprengung beendet.“

Der Kalkstein wird nach der Sprengung vom Sprengberechtigten in Augenschein genommen und anschließend zur Weiterverarbeitung freigegeben.